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Abgasskandal – Was tun als Käufer?

Verjährung Ende 2019? Kein VW, aber Audi, Škoda, Seat, Porsche, Mercedes oder BMW? Wir informieren über Fristen, Kosten und erreichbare Ziele!

Jeden Tag gibt es Neuigkeiten im sogenannten Dieselskandal, der im September 2015 mit dem Bekanntwerden unzulässiger Abschalteinrichtungen in bestimmten Fahrzeugen des VW-Konzerns begann. Längst sind nicht mehr nur Fahrzeuge des Herstellers mit Sitz in Wolfsburg und seiner Tochtergesellschaften wie Audi, Seat und Škoda betroffen. Umstrittene Software wie z.B. das „Thermofenster“ findet sich auch in Fahrzeugen anderer deutscher Autobauer wie BMW und Daimler. Jeder der eine Aufforderung oder ein „freiwilliges Angebot“ zur Nachrüstung der Abgasanlage mittels Softwareupdates erhalten hat, sollte seine Ansprüche prüfen. Ob ein Fahrzeug betroffen ist lässt sich auch auf der Seite des Kraftfahrtbundesamtes (www.kba.de) in Erfahrung bringen.

Die von der Verbraucherzentrale Bundesverband zusammen mit dem ADAC angelaufene Musterfeststellungsklage hilft betroffenen Käufern möglicherweise nicht weiter. Zwar wird durch Registrierung der eigenen Ansprüche die Verjährung gehemmt. Bei entsprechender Dauer der Verfahren ist es aber denkbar, dass die registrierten Käufer trotz teilweise erfolgreicher Klage im Ergebnis leer ausgehen. Dieses Risiko lässt sich nur durch eigene rechtzeitige rechtliche Schritte verhindern. Nicht umsonst empfiehlt selbst die Verbraucherzentrale nur solchen Käufern die Registrierung, die mangels Rechtsschutzversicherung das Kostenrisiko eines eigenen Verfahrens nicht tragen wollen.

Nicht zu verwechseln sind etwaige Ansprüche aufgrund manipulierter Software mit den drohenden Fahrverboten in einzelnen deutschen Städten. Diese treffen voraussichtlich auch Fahrzeuge, an denen keine Manipulation vorgenommen wurde. Für Ansprüche gegen die Hersteller sieht es in solchen Fällen daher eher schlecht aus. Wer sich gleichwohl von seinem Dieselfahrzeug trennen möchte, kann bei finanzierten Fahrzeugen allenfalls den Umweg über einen Widerruf des Darlehensvertrages suchen: Häufig sind die enthaltenen Belehrungen unwirksam und eröffnen die Möglichkeit zur Rückabwicklung von Darlehens- und Kaufvertrag.

Nähere Informationen zu Ihren Rechten erhalten Sie bei unserem Vortrag am 28.11.2019 um 18 Uhr in unseren Kanzleiräumen. Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenlos.